Stofftier – manchmal eine bessere Wahl

Foto: Cher0213

Ich lese in der letzten Zeit ziemlich oft, dass immer mehr Tiere in  Tierheimen abgegeben werden – das macht mich natürlich immer traurig, besonders, wenn zu so einem Artikel ein süßes unschuldiges Tierchen abgebildet wird. Daraufhin habe ich ein paar meiner Gedanken niedergeschrieben – vielleicht werden sie manche von euch als ironisch empfinden, doch ich meine das eigentlich… ernst:

ich denke, wer keine Lust hat, 3 Mal täglich mit Bello spazieren zu gehen, Minki zum Tierarzt zu fahren, Tierhaare wegzusaugen, Aquarien, Terrarien oder Käfige zu reinigen und sich vor dem Urlaub Gedanken über das daheimbleibende Haustier zu machen, entscheidet sich am besten für die pflegeleichteste Variante der Tierhaltung: das Stofftier. Ein Tier aus Stoff oder Plastik, kuschelig oder Computeranimiert, spart Mensch und vor allem Tier unliebsame Überraschungen und viel Leid. Es verlangt keine tägliche Beschäftigung, kommt auch ohne Streicheleinheiten aus und empfindet keinen Schmerz, wenn es vergessen in einer Ecke verstaubt. Es kostet wenig in der Anschaffung und meist noch weniger in der Erhaltung.

Ein Stofftier muss weder geimpft noch entwurmt oder gar kastriert werden. Vor allem kann es, einmal langweilig geworden, ganz ohne schlechtes Gewissen einfach entsorgt werden. Man kann es an den Ohren ziehen, in die Nase zwicken und muss trotzdem nie befürchten, dass es sich zur Wehr setzt.

So gesehen sind Stofftiere & Co für all jene die beste Wahl, die nicht wirklich ernsthaft die jahrelange Zeit- und kostenintensive Verantwortung für ein Haustier auf sich nehmen wollen. Für ein lebendes Tier zu sorgen ist zwar eine wunderbare Aufgabe, doch  im Interesse von Mensch und Tier schadet es manchmal nicht, seine Ausdauer erst einmal an einem Stofftier zu üben.

Nachdenkliche Grüße,

Anika

5 Antworten

  1. Es gab vor einiger Zeit ein japanisches Spiel, bei dem Tierliebhaber ihre Geduld checken können. Das Spielzeug soll man dann wie ein Tier behandeln bzw. pflegen.

  2. Echt? Nie gehört…

  3. [...] Anika von 1fach Tiere hat´s auf den Punkt gebracht. Besser gesagt, sie zählt die Vorteile auf, die Stofftiere gegenüber einem echten, lebendigen Haustier haben. Das soll allen Menschen die Entscheidung erleichtern, lieber ein Kuscheltier zu kaufen, die eigentlich gar keine Verantwortung übernehmen wollen. [...]

  4. ein wichtiger Beitrag, noch immer wird der Aufwand, den ein Haustier verursacht unterschätzt oder besser gesagt, wird die eigene Leistungsfähigkeit des Halters überschätzt , ausbaden muss es das Tier.

    Aber heute bin ich aufs Board hier gekommen, um mal wieder
    auf das meine aufmerksam zu machen. Ich habe da als Geschichte der Woche eine, die ich sehr mag. Weil ich keinen Beitrag über die Haltung von Gottesanbeterinnen oder ähnlichem Getier gefunden habe, passt dieser hier auch sehr dafür.

    http://rezitante.wordpress.com/2009/06/06/fur-die-woche-232009-erzahlt/

    viel Spass beim lesen ;-)

  5. Hey, eine sehr schöne Geschichte! :-)

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