Wie wird das Meerschweinchen handzahm?

Foto: La vie en

Ein Meerschweinchen handzahm zu machen erfordert viel Geduld (eigentlich, so wie bei allen Nagetieren). Vor allem ein junges Meerschweinchen ist sehr scheu und braucht Zeit, um dem Menschen Vertrauen schenken zu können.

Wie soll man das am besten tun?

Mit Leckerbissen!! Am besten steckt man ihm ein kleines Apfelstückchen oder eine Möhre hin. Das Meerschweinchen wird nicht sofort das Futter holen, sondern zuerst in diese Richtung schnüffeln. Wenn es nicht gleich frisst, überlässt ihr dem Tier das Futter und macht später einen neuen Versuch. Sobald es aber aus der Hand frisst, ist das erste Eis gebrochen und die Gitterzahmheit ist erreicht. Jetzt könnt ihr damit beginnen, das Meerschweinchen ganz sanft am Kopf und Rücken zu kraulen: Zuckt es nicht mehr zurück, beginnt es euch zu vertrauen. Nehmt es aus dem Käfig und setzt es behutsam auf euren Schoss und sprecht währenddessen immer mit ruhiger Stimme mit dem Tier.

Nach einer Viertelstunde soll man das Tier wieder in den Käfig setzen. Zuerst wird es sicher sofort in sein Häuschen laufen. ABER: Wenn ihr diese Übung jeden Tag macht, wird nach einer gewissen Zeit das Meerschweinchen nicht mehr in sein Haus verschwinden, sondern sitzen bleiben. Das ist das Anzeichen dafür, dass es keine Angst mehr hat, sondern Gefallen daran findet. Wenn ihr das Tier streichelt und es die Augen ganz oder halb schließt und sich sogar bequem ausstreckt, seid ihr akzeptiert und das Meerschweinchen handzahm.

Wenn man mehrere Meerschweinchen hat, muss man immer darauf achten, die Tiere nicht nacheinander auf den Schoss zu nehmen, sondern immer zwei Meerschweinchen gleichzeitig.

Liebe Grüße,

Anika

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Quelle: Buch “499 Tipps zur Pflege von Meerschweinchen”, Tosa Verlag

3 Antworten

  1. Sind Meerschweine eifersüchtig? Muss man sie etwa deshalb gleichzeitig auf den Schoss nehmen?

  2. Ein Meerschweinchen das auf den Schoss genommen wird, wird versuchen zurück zum Artgenosse ins Käfig zu “fliehen”. Wenn sie gleichzeitig auf dem Schoss sitzen, sind sie dann nicht so verunsichert und ängstlich, und außerdem fühlen sie sich in der Gruppe besser – nicht nur im Käfig, sondern auch auf dem Schoss.

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