Bekommt die Katze von Selbstgekochtem Mangelerscheinungen?

katze fressen Foto: Gustavo

Man könnte eine Maus braten. Dann wären im Katzenmenü alle lebensnotwendigen Stoffe in der optimalen Zusammensetzung enthalten. Mäuse sind jedoch in der Küche nicht gern gesehen – weder tot, noch lebendig. Die Katzen selbst haben ihre eigene Meinung zu Mäusen. Freilaufkatzen sehen sie als Rohkost an, die durch Kochen nicht schmackhafter wird. Aber von den reinen Stubentigern wissen die meisten noch nicht einmal, wie eine Maus aussieht, geschweige denn, dass man sie fressen kann.

Auf jeden Fall muss man sich mit dem Kochen für die Katze einige Mühe geben und sich ernährungskundlich schlau machen. Es sei denn, es gibt nur ab und zu ein Miezmenü, denn dann dürfen ruhig einmal die Ballaststoffe fehlen, wenn dafür genug Stoff für einen kulinarischen Katzentraum darin vorkommt. Dabei müsst ihr euch noch nicht einmal für gewürzloses Kochen begeistern. Die Lösung ist, eine kleine Portion vom eigenen Essen vor dem Würzen abzuzweigen. Ein Rindergeschnetzeltes in Sahnesoße wird der Katze schon serviert, bevor ihr Kräuter, Pfeffer, Paprika oder Sherry hinzufügt. Ein bisschen Salz hin und wieder schadet einer Katze nicht. Es kommt auf die Menge an.

Katzen, die auf Diätfutter angewiesen sind, sollten lieber nicht aus den eigenen Töpfen schmausen dürfen. Für sie ist es besser, auf das entsprechende Futter zurückzugreifen, das der Tierarzt empfiehlt.

Schönes Wochenende

wünscht

Anika

4 Antworten

  1. Hallo Anika,

    nur zur Korrektheit, ich gehe davon aus, dass keiner auf die Idee kommt, eine Maus zu braten oder zu kochen…
    Beim Garen von knochigen Fleischteilen werden die Knochen spröde. Beisst eine Katze in ein kochiges Stück Fleisch, wäre es möglich, dass der Knochen splittert und ein solcher Splitter sich quer in den Rachen piekst. Das ist unheimlich gefährlich.
    Daher: Knochige Teile niemals mit Knochen Knochen und verfüttert. Wenn gekocht oder gebraten wird bitte unbedingt das Fleisch vom Knochen lösen.
    Noch viel besser ist, das Fleisch roh zu geben. 200g rohes Fleisch pro Katze und pro Woche (beliebiger Sorte (ausser rohes Schwein, Schwein bitte nur gekocht aufgrund des doch möglichen Ausjesky-Virus) ist völlig in Ordnung. Dann müssen keine Mangelerscheinungen befürchtet werden und es müssen auch keine Zusätze (Vitamine, Taurin, Calcium) zugesetzt werden.

    Übrigens ist es möglich auch bei kranken Tieren “Selber” zu kochen. Gerade bei CNI, Struvit, Diabetes etc. kann man viel individueller mit eigener Kost auf das Tier eingehen, als es die Futtermittelindustrie kann. Man muss sich jedoch belesen.
    Einen möglichen Einblick kann man hier erfahren: http://www.blaue-samtpfote.de/barf/barf.html
    Ich empfehle des weiteren, jeden Interessierten Halter mal bei http://dubarfst.eu/forum/index.php reinzuschauen. Informieren tut nicht weh. :)

    Liebe Grüße,
    Katrin

  2. Huhu Anika,

    was ich vergass zu erwähnen:
    Eintagsküken, Futtermäuse, Hühnerflügel etc. kann roh ganz gegeben werden.
    Im rohen Zustand sind Knochen nicht spröde, sondern weich.
    Knochenfütterung an sich ist dennoch “ein Ding für sich”, was sich nicht jeder zutraut. Kann ich verstehen, wir haben jedoch noch nie Probleme damit gehabt. ;)

    Viele liebe Grüße,
    Katrin samt Russenclan

  3. Hallo Karin!

    Vielen-vielen Dank für so einen ausführlichen Kommentar und sehr gute Tipps!! Das mit Knochen&Splitter habe ich nicht einmal gewusst – noch einmal danke!

    Vielleicht schreibe ich später noch einmal darüber und übernehme ein paar Tipps aus deinem Kommentar – natürlich mit Hinweis auf dich und euren Blog.

    Schöne Grüße,
    Anika

  4. Wegen dem Ausjesky-Virus muss man sich keine Gedanken machen, wenn das Fleisch aus DE kommt, da Deutschland frei davon ist. In vielen Barfplänen kommt bereits Schwein vor.

    Auch wenn die Katze keine Mäuse kennt, so würde sie sie aber fressen, wenn sie ihr über den Weg läuft. Gute Alternative ist Frostfutter.

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