Foto: Onsche
Ich habe heute einen interessanten Artikel in einer Zeitschrift für Psychologie gelesen, in welcher es um Hunde als Heiler geht. In vielen Krankenhäusern, Alters- und Kinderheimen werden viel öfter Hunde als Therapiehilfe eingesetzt als andere Tiere. Warum denn nicht Katzen oder Hamster & Co?
Ganz einfach. Katzen haben den Nachteil, dass viele Menschen allergisch auf sie reagieren. Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen sind zwar putzig, haben aber die Angewohnheit, Computerleitungen anzufressen. Hunde sind zutraulicher und lassen es sich auch mal gefallen, wenn man sie gegen die Fellrichtung streichelt oder ungestüm umarmt.
Was genau bewirkt ein Hund bei Patienten? Eine Erfahrung aus einer Psychiatriestation: ”Viele warten schon morgens auf den Hund. Manche reden mit ihm, singen ihm etwas vor, vertrauen sich ihm regelrecht an. Ein Hund hört immer zu, und hält gleichzeitig absolute Schweigepflicht. Auf manche Patienten hatte er eine derart beruhigende Wirkung, dass man die Bedarfsmedikation absetzen konnte.”
Manchmal bewirkt die Anwesenheit eines Hundes sogar bei Menschen, die nur schwer auf Therapien ansprechen, spürbare Veränderungen. Warum? Es könnte an alten Verankerungen liegen. Viele Menschen hatten in ihrer Kindheit Kontakt zu Tieren. Bei einem kranken Mensch findet über das Tier eine Art Wiedererleben der Kindheit statt, einer Zeit, als die Welt meist noch in Ordnung war.
Das tolle finde ich dabei, dass solche Hunde gern als Therapeuten “arbeiten” und sich auf die “Arbeit” freuen!
Grüße,
Anika
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Info: Zeitschrift Psychologie heute
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Intressant! Aber ich finde, dass Katzen noch besserer Therapeuten sind – vielelciht einfach für andere Arten von Krankheiten, vor allem bei Menschen die sehr aktiv im Leben sind. Hunde sind gut für die, die etwas passiver sind ( Hunde bewegen!) – Katzen beruhigen… Was meinen nun die werten HUnde- und Katzenbesitzer dazu?
Ich denke, weil die Katzen sehr eigensinnig sind, kann man sie nicht “zwingen”, fremden Menschen in Spitalen zuzuhören, sich von allen streicheln lassen usw.. Auch wenn manche Katzen nicht menschenscheu sind, sie machen nur das was sie im Moment wollen. Man kann die Katzen nichts beibringen – Hunden schon.
Ob die Katzen gut für die Menschen die aktiv im Leben sind – was meinst du damit?
…gib einem Hund etwas zu fressen und er hält dich für Gott!
…gib einer Katze etwas zu fressen und sie hält sich für Gott!
aber mal im ernst: welche Tiere die besseren Therapeuten sind ist wohl kaum zu bestimmen – mittlerweile werden sogar schon Ratten als Therapietiere eingesetzt – je nach dem bei welchem Patienten mit welchem Problem wird wohl ein anderes Tier einen besseren Zugang zum Patienten haben…
@Michael,
hmm…da hast du recht, ich kann mir auch vorstellen dass es keine “besten Therapeuten” gibt, sondern, wie du schon geschrieben hast, “je nach dem bei welchem Patienten mit welchem Problem wird wohl ein anderes Tier einen besseren Zugang zum Patienten haben”. Hunde sind sowas wie “Generalisten”, also man kann sie beihnahe bei allen Problemen einsetzen, aber ich kann mir vorstellen dass manche Patienten niemanden zum Streicheln oder Vorsingen brauchen, sondern nur ein Tier zum beobachten, und dafür sind die Ratten bestens geeignet!