So bleibt das Frettchen gesund

Frettchen Foto Foto: Andre

Viel Bewegungsfreiheit, einen Abenteuerspielplatz und zumindest einen Artgenossen zur Gesellschaft braucht ein Frettchen, um bei guter Gesundheit und Laune zu bleiben. Auch bei der Fütterung sind die Tiere anspruchsvoll – Frettchen sind in einem noch höheren Maße Fleischfresser als Katzen: Lautet bei Katzen das Nahrungs-Grundprinzip zwei Drittel Fleisch, ein Drittel Kohlenhydrate, so benötigen Frettchen vier Fünftel Fleisch und ein Fünftel Kohlenhydrate.

Das ideale Futter für Frettchen wären Eintagsküken (bei Frischtierfutter-Anbietern erhältlich),  aber auch klein gehacktes Rindfleisch, grätenfreier Fisch und Eier sind geeignet; dazu etwas Gemüse und Vollkornflocken.

Selbstverständlich muss auch ein Frettchen zumindest einmal jährlich zum Tierarzt zur Vorsorgeuntersuchung.  Man sollte sich aber erkundigen, ob der Veterinär über ausreichendes Fachwissen und Erfahrung mit Frettchen verfügt, schließlich sind sie als Haustiere weit seltener in Tierpraxen anzutreffen als Hund und Katze.

Auch Frettchen können von Milben und Flöhen  befallen sein. Das Mittel dagegen wäre laut meinem Tiermedizinbuch z.B. Advocate für Katzen (es gibt noch keine speziell für Frettchen entwickelten Präparate). Gegen Zecken und Stechmücken hilft z.B. Advantix.

Frettchen sollten – auch wenn sie nur in der Wohnung leben – gegen Staupe und Tollwut geimpft sein.

Das war’s wieder von meiner Seite, würde mich über eure Erfahrungen und Kommentare freuen!

Grüße,

Anika

6 Antworten

  1. Eintagsküken? Hm, also ich glaube ich könnte ohne weiteres eine Maus an eine Schlange verfüttern, aber ein Küken an ein Frettchen?
    Ich glaube eher nicht. ;)
    Eine gute Freundin von mir hatte Frettchen und war von ihnen als Haustieren ganz begeistert.
    Können auch sehr süß sein. *g*
    Aber sie brauchen halt doch viel Platz beziehungsweise Auslauf.
    Mein Freund meint auch, dass es gute Haustiere wären, aber ich schätze, dass sie auch recht zeitaufwändig sind, oder?
    Hat hier ein Mitleser vielleicht praktische Erfahrung mit der Frettchenhaltung?

  2. Doch, die Eintagsküken ist die gesundeste Nahrumg für Frettchen… Die andere Frage ist ob man das machen kann.. Für meine Nerven wäre es too much.

    Jeep, Frettchen sind zeitaufwendiger als Hunde oder Katzen..

  3. Nein nein, ich habe nicht deine Angaben bezweifelt. *g
    Eher meine Fähigkeit Küken zu verfüttern.
    Mäuse an Schlangen wäre glaube ich kein problem, aber ich würde es vermutlich nicht übers Herz bringen ein Küken zu verfüttern.

  4. Na ja, mach dir keine Sorgen, ich könnte es auch nie tun. Aber ich habe 3-4 Artikeln über Frettchen gelesen, und in jedem wurden Küken als gesundeste Nahrung für Frettchen genannt. Daher habe ich es auch als Empfehlung hier im Blog geschrieben. Aber wenn ich ganz ehrlich bin – Küken in der Wohnung holen und und sie dem Frettchen verfüttern, wie Frettchen sie vielleicht jagt und und…baaa, mir wird schlecht. Also, Leute, Küken mögen zwar gesund für Frettchen sein, aber bitte greift lieber zu Alternativen!

  5. Die meisten Frettchenhalter füttern Eintagsküken die bereits tot sind, gewiss nicht als Lebendfutter.
    Tote Eintagsküken kann man problemlos im Gefrierfach aufbewahren, kann man heutzutage übrigens auch in größerer Anzahl über Internet beziehen.

    Auch werden Eintagsküken nicht ausschließlich gefüttert, noch nichtmal unbedingt täglich. Daneben gibts noch Trockenfutter (sollte schon speziell für Frettchen sein, also sehr hochwertig von den Bestandteilen) und Nassfutter (wobei man hier tatsächlich auch ganz bestimmte Katzenfuttersorten nehmen kann – ist mir bislang allerdings nur “Shah” von Aldi bekannt).

    Zeitaufwendiger als Hund oder Katze…hmm….nicht unbedingt. Kommt auf die Haltung an. Bei Käfighaltung mit nur ein paar Stunden Auslauf am Tag werden die Tiere in der Zeit natürlich ziemlich aufdrehen und sich austoben. Frettchen, die in einem großen Außengehege oder frei in der Wohnung gehalten werden, sind meist ausgeglichener. Tatsache ist aber auch, dass Frettchen gute 12-15 Stunden am Tag schlafen.

    Da sie zudem, wenn sie artgerecht zu mehreren gehalten werden (mind. immer zwei), einen Partner zum spielen und austoben haben, denke ich nicht dass sie zeitaufwendiger sind, als Hunde oder Katzen.

    @1fachtiere: gut finde ich den Hinweis, dass man unbedingt nur frettchenerfahrene Tierärzte konsultieren sollte. Frettchen sind Meister im Verstecken von Krankheitsanzeichen. Wenn sie dann plötzlich krank scheinen, bleibt meist nicht mehr viel Zeit.
    Übrigens müssen auch Frettchen regelmäßig geimpft werden.

    Tipp an Frettchenbegeisterte an dieser Stelle:
    Das Buch “Frettchen für Dummies” von Kim Schilling.
    Ist mir bisher wirklich noch von jedem Frettchenhalter empfohlen worden und ich kann’s auch nur bestätigen.

    In den kleinen schmalen GU-Ratgebern, die man in Zoohandlungen findet, steht häufig nur haarsträubender Unsinn drin. Bspw. dass Frettchen in Käfigen auf Einstreu gehalten werden sollen – das ist absoluter Quatsch. PVC-Boden (für die einfache Reinigung) sowie Hängematten, Röhren und Kuscheldecken sind das Inventar eines Frettchenkäfigs, keine Streu. Sind ja schließlich keine Nager ;-)

    Schöne Grüße
    Deir

  6. Hallo Deir,

    Vielen-vielen Dank für deinen langen Kommentar! Man sieht dass du sich mit Frettchen gut auskennst, wahrscheinlich hast du selbst so ein Tierchen zu Hause?!

    Zum Buch “Frettchen für Dummies” – ich habe Schach-, Psychologie- und Katzen- für Dummies, und ich liebe diese Bücher: sie sind wirklich gut und leicht verständlich geschrieben. Somit kann ich mir vorstellen, dass “Frettchen für Dummies” genauso ein geniales Buch ist!

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