Gebärparese (Milchfieber) bei Kühen

 kalb Foto: Tbee

Im Geburtszeitraum zählt die Gebärparese zu den häufigsten Stoffwechselstörungen bei Kühen. Durch den Massiven Calciumabstrom zu Laktationsbeginn kann es zu Mangelerscheinungen mit teilweise schwerwiegenden Folgen kommen. Bis zu 10% der abkalbenden Kühe erkranken klinisch, zusätzlich sind bis zu 30% subklinisch betroffen.

Milchfieber kann weitere gesundheitliche Probleme der Kuh auslösen oder verschlimmern wie Nachgeburtsverhaltungen, Mastitiden oder Labmagenverlagerungen. Kühe mit Calciummangel zeigen nach der Kalbung eine verzögerte erste Brunst und haben dadurch oft eine verlängerte  Güstzeit.

Verschidene Faktoren begünstigen eine Erkrankung:

- Frühere Milchfiebererkrankungen: Die Wahrscheinlichkeit beim nächsten Abkalben erneut zu erkranken liegt bei über 50% .

- Zunehmende Laktationszahl, weil die Fühigkeit zur Calciummobilisation aus Darm und Knochen mit dem Alter abnimmt.

- Kalium- und Calciumreiche Rationen in der Trockenstehphase, weil sie die Calciummobilisation aus der Knochen hemmen.

Bei Internetrecherche bin ich über (gut schmeckende) Hilfsmittel Calform gestolpert – das sollte die Mangelerscheinungen bei Kühen  vorbeugen(die bereits an Milchfieber erkrankt waren) , sowie bei Hochleistungstieren und allen Tieren ab der 3.Laktation. Warum gutschmeckende? - weil laut Beschreibung das Mittel angenehme Geschmacksaroma besitz und der Geschmack nach Vanille und Banane noch dazu  kommt – und das schmeckt sicher den Kühen ;-)

Laut Gebrauchsinformation wird`s empfohlen, Caliform 4 Mal zu verabreichen:

1. Portion: bei den ersten Anzeichen der Geburt

2.Portion: sofort nach der Geburt

3. Portion: 12 Stunden nach der Geburt

4. Portion: 24 Stunden nach der Geburt

Das wars dann widermal von mir für heute, wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

Anika

5 Antworten

  1. Von dieser Krankheit habe ich ja noch gar nichts gehört – gut klingt es aber natürlich nicht.
    Vanille und Banane? Diese Geschmacksstoffe sind aber nicht speziell für die Kühe entwickelt worden, oder?
    Ich kann mich nicht erinnern, je eine Kuh gesehen zu haben, die eine Banana frisst.
    Würde sie diese nicht zerquetschen, wenn sie die Zunge datrum herum wickelt? *gg*

  2. Ich kann mir vorstellen dass der Kühen Bananen schmecken, aber kein Bauer wird sich das antun, die Tiere mit Bananen zu futtern. Oder sie dürfen keine Bananen essen weil z.B. es nicht gut für deren Verdauung/für Milchproduktion… Wie gesagt, alles nur eine Vermutung, weil ich kein genaueres Info darüber finden konnte. Aber das, dass die Kühe Bananen und Vanillegeschmack mögen, das weiss ich aus einem Buch und somit ist es sicher ;-)

  3. Nein, das ist aber jetzt wirklich lustig – das gbits wirklich? Glaubt man ja auch kaum, dass da unbedingt Geschmacksrichtungen da sind, wenn dann hätte ich mir für Kühe sicher eher „Gras“ oder „Weide“ oder os was Ähnliches vorstellen können! Sehr interessant, was du da an Büchern hast – ist das ein allgemienes?
    Wäre auch mal eine schöne Idee hier Literatur vorzustellen!

  4. Die Idee mit Literatur ist wirklich gut.. Ich versuche zwar immer, sobald mein Artikel nur auf einem Buch basiert ist, hier auf das Buch hinzuweisen, aber öfters sind das bei mir mal hier mal dort gewonnene Erkentnisse, die von mehreren Quellen stammen (wie bei diesem Artikel) – das macht dann die Quellenhinweise leider unmöglich bzw. unüberichtlich. Aber ich versuche mehr darauf zu achten.

    Ich würde mir ehrlich gesagt auch spontan Gras als „Kuh-Geschmacksrichtung“ vorstellen.. Aber ich wundere mich nicht über Bananengeschmack – viele Tieren mögen Süsses, also warum nicht gleich Banane.. Vielleicht kommt irgendwann auch Schoki oder Amarena Kirsche als Geschmacksrichtung ;-)

    Dieser

  5. *lol* Naja, vielleicht werden dann bestimmte Kühe zur Erzeugung bestimmter Milchprodukte eingesetzt, weil die Süße der Milch durch das Futter beeinflusst wird … eine Zukunftsvision? *g*
    Aber ja, ich hätte auch eher auf Geschmacksrichtung Heu vorgestellt. :p

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